Buchvorstellung & Diskussion

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07/12/2018 - 19:00

Metzgerstrasse Acht Hanau

Metzgerstraße 8

63450 Hanau

Buchvorstellung & Diskussion

Die Kurden – ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion
Buchvorstellung & Diskussion mit Kerem Schamberger und Dr. Michael
Meyen.

Wer weiß um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die
Kurden führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990ern?

Die Autoren zeigen, dass die Verfolgung der Kurden in der
Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch
dort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der
Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und
lässt deshalb ein 30-Millionen-Volk im Stich.

„Die Kurden sind das größte staatenlose Volk der Welt. Mehr als 30
Millionen Menschen, die bei uns als Türken, Syrer, Iraner oder Iraker
gelten (um nur die vier wichtigsten Siedlungsgebiete zu nennen), weil
sie einen entsprechenden Pass haben. Dieses Buch erzählt die Geschichte
dieser Menschen. Es erzählt, wie sich die Westmächte den Nahen und
Mittleren Osten nach dem Ersten Weltkrieg zurechtgeschnitten haben und
warum die neuen Staaten in der Region kein Interesse an einer kurdischen
Nation hatten. Im Gegenteil. Sie haben alles getan, damit Sprache,
Kultur und Identität verschwinden.

Geschichte wiederholt sich nicht, sagt man. Die Unterdrückung der Kurden
aber geht weiter. Die Türkei führt seit Sommer 2015 Krieg im eigenen
Land. Sie kann das tun, weil die Weltöffentlichkeit wegschaut. Weil
Deutschland diesen Krieg durch die Brille der Regierung in Ankara sieht.
(https://die-kurden.de/)“

*Die Referenten*:
Kerem Schamberger, Jahrgang 1986, ist politischer Berichterstatter und
Kommunikationswissenschaftler an der LMU München. Er beschäftigt sich
seit mehreren Jahren mit der Unterdrückung der Kurden in der Türkei und
übt scharfe Kritik an Recep Tayyip Erdogan und an der deutschen Politik.
Aufgrund seines politischen Engagements drohte ihm zeitweise das
Berufsverbot in Deutschland, Monitor berichtete. „Die Kurden“ ist sein
erstes Buch.

Dr. Michael Meyen hat als Journalist begonnen: in der Regionalpresse
(Leipziger Volkszeitung) und im Radio (MRD Info). Noch stärker als das
Tagesgeschehen lockte aber die Forschung. Deshalb ging er 2002 als
Professor an die LMU nach München, bildet dort seitdem Journalisten, PR
und Werbeprofis aus und schreibt über das, was uns alle am meisten
angehen sollte: die Welt der Massenmedien.