KONTINUIERLICHE FORTSCHRITTE IM STADTTEILENTWICKLUNGSPROZESS

„KONTINUIERLICHE FORTSCHRITTE IM STADTTEILENTWICKLUNGSPROZESS“

7. Stadtteiltreffen /Weststadt im

Die Verkehrssituation am Kurt-Schumacher-Platz, die Sanierung von Schloss Philippsruhe und die Auslastung des Amphitheaters sowie 26 weitere Tagesordnungspunkte standen auf dem Programm für das 7. Stadtteiltreffen Kesselstadt/Weststadt, das jüngst im Olof-Palme-Haus in Kesselstadt stattfand. , Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtrat Thomas Morlock gaben dem Ortsbeirat und Zuhörern Rückmeldung zu den im letzten Jahr gestellten Anträgen und unterrichteten sie über Veränderungen im Stadtteil. Unterstützt wurden sie dabei durch Mitarbeiter/innen der städtischen Ämter und Eigenbetriebe.

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Reinhold Schreiber gab OB Kaminsky einen kurzen Rückblick auf den Stadtteilentwicklungsprozess, der im Juni 2016 eingeläutet wurde: „Seither fanden insgesamt sieben Werkstattgespräche, zwei Stadtteilbegehungen und zahlreiche Runden mit diversen Interessensgruppen statt“, berichtete er. Nach Sammlung und Priorisierung von Themen laufe zum einen nun die Abarbeitung dieser und zum anderen seien AGs gebildet worden, bei denen jeder Bürger je nach Interesse mitarbeiten kann und in denen sich vertieft um bestimmte Projekte gekümmert werde.

Neben den „kleinen“ Themen, wie beispielsweise schiefe oder verschmutzte Schilder und Hundekotbeutelspender und ähnliches sowie den Verkehrsthemen werde es in den nächsten Monaten auch um den Kurt-Schumacher-Platz, das Erstellen einer Infobroschüre für Kesselstadt und das Organisieren eines Stadtteilfestes gehen. Als nächsten Termin kündigte der OB das 8. Werkstattgespräch am 7. November an, bei dem die Stadtteilentwicklung rund um den Kurt-Schumacher-Platz im Mittelpunkt stünde. Am 15. Februar 2018 treffe sich dann die AG „Wohnumfeld“ und der Ortsbeirat zum Thema „Nahwärme“.

„Gemeinsam mit dem Ortsbeirat und den vielen Bürgern, die sich ebenfalls ehrenamtlich bei den Werkstattgesprächen und AG für ihren Stadtteil engagieren, machen wir kontinuierliche und erfreuliche Fortschritte im Stadtteilentwicklungsprozess“, sagte Kaminsky.

Der Kurt-Schumacher-Platz und seine Entwicklung waren ebenfalls Thema beim Stadtteiltreffen: „Die Stabsstelle Stadtteilentwicklung steht im Kontakt mit dem Eigentümer, einer Immobilienprojektgesellschaft, die das Fachmarktzentrum und die Wohnungen am Kurt-Schumacher-Platz in letzten Jahr gekauft haben“, berichtete der OB. Diese verfolge weiterhin die Absicht das Fachmarktzentrum zu entwickeln. Eine konzeptionelle oder zeitliche Perspektive liegt bisher allerdings noch nicht vor.

Auch zur angestrebten Verkehrsberuhigung auf dem Platz hatte der OB Neuigkeiten: Die durch die Straßenverkehrsbehörde aufgestellten Poller mit Stadtschließung seien durch die Nutzer häufig nicht wieder aufgestellt worden, so dass der KFZ-Verkehr weiterhin ungehindert den Platz habe befahren können. Überfahrene und defekte Poller seien die Folge gewesen. „Vergangene Woche wurden nun die Pflanzbeete im nördlichen Bereich so platziert, dass der Platz für den KFZ-Verkehr nun unpassierbar ist. Ein weiterer Stellplatz ist dadurch entstanden, welcher jetzt beschildert und markiert wurde. Ebenso wurde ein weiterer Poller aufgestellt“, berichtete Kaminsky. Die Durchfahrt im Westlichen Bereich bleibe jedoch weiterhin für die Marktbetreiber offen. Nach ersten Rückmeldungen aus dem Ortsbeirat hat die Maßnahme mit den Pflanzbeeten bereits die gewünschte Wirkung gezeigt und den Verkehr auf dem Platz deutlich reduziert.

Zu laufenden Bauprojekten im Stadtteil berichtete Kaminsky: „Der Neubau des Kinderhotels des Behindertenwerks Main-Kinzig an der Pumpstation befindet sich derzeit im Rohbau. Geplant sind Einzel- und Doppelzimmer für insgesamt 18 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 18 Jahren.“ Der Neubau des Johannes-Steubner-Haus in der Kopernikusstraße, einer Wohnstätte mit Tagesbetreuung für geistig behinderte Erwachsene durch das , laufe ebenfalls nach Plan. „Insgesamt entstehen hier 30 Appartements und zwei Kurzzeitplätze. Mit dem Bezug ist Ende 2018 zu rechnen“, so der OB.

Die Entwicklung des Wohngebiets auf dem ehemaligen Holz-Müller-Areal schreite voran, erzählte Kaminsky: „Der Rohbau ist abgeschlossen, derzeit erfolgt der Innenausbau. Mit dem Einzug der ersten Bewohner ist voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018 zu rechnen.“ Des Weiteren seien die Liegenschaft Dresdener-/Königsberger Straße für rund 821.000 Euro durch die Baugesellschaft saniert worden. Auch die Liegenschaft Philipp-Reis-Straße 1-3 wurde in diesem Jahr für circa 1.000.000 Euro durch die Baugesellschaft modernisiert.

Das Amphitheater habe sich in diesem Jahr erneut über hohen Zuspruch erfreut teilte der OB mit: „2017 fanden neben den Festspielen in der Herbstsaison 29 Veranstaltungen mit sechs Veranstaltern im Amphitheater statt. Die zu erwartenden Einnahmen in 2017 durch Vermietung an Veranstalter sowie Pacht durch das Catering betragen insgesamt 116.340 Euro.“ Zusätzliche Einnahmen in Höhe von circa 14.100 Euro seien durch die Vermietung der Orangerie erwirtschaftet worden. Dem gegenüber stünden Aufwendungen in Höhe von 50.447 Euro für Erhalt und Instandsetzung der Liegenschaft.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel gab einen kurzen Überblick über Sanierungsmaßnahmen in der und den Schulen im Stadtteil: „In der Evangelischen Kindertagesstätte Friedenskirche stehen 2018 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Die Sanierungsmaßnahmen im Altbau beinhalten unter anderem Erneuerungen im Elektro- und Sanitärbereich sowie Brandschutzvorgaben. Die Gesamtkostenschätzung beträgt über eine halbe Million Euro, hiervon wird der städtische Eigenbetrieb Hanau ein Anteil in Höhe von 220.674,82 Euro tragen.“

Auch in den städtischen Einrichtungen wurde und wird investiert: Am Gebäude des Kinderhaus West sein inzwischen das Dach saniert und in diesem Jahr die Sanierung der Fenster- und Sonnenschutzanlage erfolgt. In der Heinrich-Heine- (269 und Schüler) wurde 2017 in der Turnhalle der Flurbereich einschließlich der Türen saniert. Für die brandschutztechnische Sanierung sind städtischerseits für 2018 und 2019 jeweils 50.000 Euro vorgesehen. Die Erneuerung des Eingangsbereiches der ist für 2019 vorgesehen, der Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement plane hierfür 100.000 Euro ein.

In der Otto-Hahn-Schule (1.912 Schülerinnen und Schüler) werde zurzeit für rund 1.900.000 Euro der 4. Bauabschnitt der Schule saniert. Dieser umfasse die Bibliothek, den Eingangsbereich und die Kunsträume. Der EB IBM sieht für 2019 die Sanierung des Umkleidetraktes einschließlich der Sanitäranlagen im Eingangsbereich der Otto-Hahn-Halle vor. Dafür seien 500.000 Euro eingeplant.

Die Wilhelm-Geibel-Schule (169 Schülerinnen und Schüler) habe 2017 für 100.000 Euro eine neue Lüftungsanlage in der Turnhalle erhalten. In den Jahren 2018 und 2019 werde mit der Innensanierung von Klassenräumen begonnen und hierfür rund 70.000 Euro bereitgestellt.

Über die Nachbarschaftsinitiative Kesselstadt konnte Weiss-Thiel ebenfalls Erfreuliches berichteten: „Die Mitgliederzahl ist auf 103 angewachsen und die Initiative verfügt über eine eigene Homepage und einen eigenen Flyer. Montags und donnerstags von 10 – 12 Uhr finden Bürozeiten im Remisengebäude von Schloss Philippsruhe statt. Dort stellt die Stadt Räume kostenfrei zur Verfügung.“ Für 2017 habe die Initiative eine Zuwendung von 9.140 Euro erhalten, um sich entsprechend einzurichten.

Zur Sanierung von Schloss Philippsruhe teilte der Bürgermeister mit: „Ab 2018 wird im rechten Seitenflügel für 1.620.000 Euro die Brüder-Grimm-Erlebniswelt umgesetzt, die im Frühsommer 2019 eröffnen soll. Außerdem sind weitere 700.000 Euro für den Innenausbau des linken Seitenflügels im Mitteltrakt für das Jahr 2018 eingeplant. Für die Erneuerung der Brandmeldeanlage im Remisengebäude sind vom Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement für 2018 insgesamt 50.000 Euro eingeplant.“

Auch die Schlossgastronomie entwickele sich weiter: „Die wurde im Sommer eröffnet und auch der Weiße Saal ist fertig gestellt und wird zum 1.11.2017 an den Pächter übergeben. Nach Angaben des Gastronomen soll der Gewölbekeller, der von ihm in eigener Regie hergerichtet wird, im Februar 2019 eröffnet werden“, teilte Weiss-Thiel mit.

Stadtrat Thomas Morlock gab Rückmeldung zu Beschwerden über Lärmbelästigung durch das Kiosk-Café in der Kastanienallee 39, im Sommer zugenommen hatten. Anwohner hatten über Menschenansammlungen vor dem Lokal geklagt. „Eine Außengastronomie ist baurechtlich nicht genehmigt. Sollte es sich um eine regelmäßige Außengastronomie handeln, wofür wir jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeichen haben, würde die Bauaufsicht einschreiten“, erläuterte Morlock. Die Stadtpolizei sei zudem angewiesen, in den Abendstunden in unregelmäßigen Abständen sowohl die Parksituation zu überwachen als auch gegen eine nicht genehmigte Außengastronomie einzuschreiten.

Zum Antrag des Ortsbeirats das Parken von LKWs in der Burgallee zu überprüfen, teilte Morlock mit, dass nach Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde durch parkende LKWs zu keinen Verkehrsgefährdungen dort käme. „Ein absolutes Halteverbot würde auch Gartenbenutzer und andere Verkehrsteilnehmer betreffen. Des Weiteren besteht aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde die Gefahr, dass die LKWs in die Wohngebiete der Weststadt ausweichen“, sagte Morlock. Die Stadtpolizei werde weitere Beobachtungen durchführen, um dem Ortsbeirat einen Entscheidungsvorschlag auf der Basis gesicherter Erkenntnisse zu präsentieren.

Morlock informierte zudem, dass auf Antrag des Ortsbeirats die Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Georg-Wolff-Straße/Ecke Friedensstraße geändert und die bisherige Vorfahrtsregelung auf Rechts-vor-Links geändert würde. Zudem werde die Hertzstraße für Fahrradfahrer in beide Richtungen geöffnet.

Neuerungen gibt es auch im Bürgerpark Hochgericht: „Der Bauzaun im Bereich Sandbankspielplatz konnte zurückgebaut werden, nachdem die Spielgeräte höher gesetzt wurden. Auch bei Starkregen und Staunässe ist die Entwässerung des Bereiches nun gewährleistet. Die vom Ortsbeirat beantragte Beschilderung zur Freizeitanlage wird noch in diesem Jahr installiert“, berichtete der Stadtrat.

Im Rahmen eines Ortstermins sei festgestellt worden, dass schon die vorhandene Skateranlage intensiv von mit Rollern und Fahrrädern genutzt werde. „Im nächsten Schritt wird Kontakt zu den Jugendlichen aufgenommen, um gemeinsam mit der Fachabteilung die Vorstellungen zum durch den Ortsbeirat beantragten Fahrradparcours zu erarbeiten“, sagte Morlock. Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service prüfe zudem derzeit die Versetzung der Container der Grüngutannahmestelle von der vorderen auf hintere Parkplatzreihe.

Zur Ampelsituation in der Philippsruher Allee hatte der Stadtrat gleich mehrere Neuigkeiten: „Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service führt zurzeit die Planungen der neuen Fußgängerschutzanlagen in der Philippsruher Allee durch. Sie werden zukünftig in Höhe der Ankergasse und gegenüber dem Kettenhofplatz neben der Pizzeria Zum Schwanen platziert sein.“ Im August 2017 sei vom Land Hessen ein neues Förderprogramm „Nahmobilität“ geschaffen worden. Die Stadt versuchen daraus Fördermittel für die Maßnahme zu erhalten, daher werde sich die Umsetzung in das Jahr 2018 verschieben.

Zum Antrag des Ortsbeirats die Ampelschaltung an der Kreuzung Burgallee/Höhe Schloss und Landstraße/Höhe Amphitheater während der Brüder-Grimm-Festspiele zu verlängern, teilte Morlock mit, dass die betroffenen Lichtsignalanlagen jüngst durch die Hanau Netz GmbH auf einen dauerhaften 24-Stunden-Betrieb umgestellt worden seien.

Zum Thema „Schäden auf Geh- und Radwegen entlang der Kastanienallee“ konnte der Stadtrat mitteilen, dass bei einer Überprüfung ein erheblicher Investitionsbedarf aufgrund von Wurzelschäden an der Oberfläche festgestellt worden sei. „Für die Behebung der Schäden ist eine grundhafte Erneuerung der Geh- und Radwege mit einer Investitionssumme von circa 500.000 Euro notwendig“, sagte Morlock. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass für die grundhafte Erneuerung Straßenbeiträge erhoben werden. Kurzfristig würden punktuell Unfallgefahren beseitigt, indem man die Oberflächen provisorisch mit wassergebundenen Decke instand setzte.

Der Stadtrat berichtete zudem, dass die Montage des gewünschten Grablichtautomaten auf dem Kesselstädter Friedhof vor kurzem erfolgt sei.

Zum Thema „Radschnellweg Frankfurt-Maintal-Hanau“ teilte Morlock mit: „Nach der abgeschlossenen Bürger-Onlinebeteiligung findet zur Zeit auf Arbeitsebene mit dem Regionalverband, den externen Planern und den Verkehrsplanern der Städte Frankfurt, Maintal und Hanau eine Phase der Trassenfindung in den drei Kommunen statt.“ Die aus 54 Trassenvarianten abgeleitete Variante für die Radschnellverbindung Frankfurt – Maintal – Hanau solle unter Federführung des Regionalverbandes Frankfurt Rhein Main den zuständigen Dezernenten von Frankfurt, Maintal und Hanau im November 2017 im Rahmen der internen Lenkungsgruppe vorgestellt werden. Die weiteren Schritte im Projekt würden dann festgelegt.

Jenseits der Tagesordnung sprachen die Mitglieder des Ortsbeirats das Thema „Geruchsbelästigung in der Weststadt“ an. Insbesondere im Winter käme es nachts verstärkt vor, dass beißender – nach Chemie stinkender – Rauch in der Luft liege, berichteten Anwohner. Die Vertreter des Magistrats baten die Betroffenen die Vorkommnisse zu protokollieren und bei akutem Rauchvorkommen die Feuerwehr zu informieren, damit diese auf die Suche nach der vermeintlichen Quelle gehen könne. „Nur wenn wir wissen woher der Rauch kommt, können wir das Problem in den Griff bekommen“, erklärte Kaminsky.

Quelle: Stadt Hanau

About Timo Kaufhold

NLP Coach Timo Kaufhold aus Hanau, ist zum einen erster Vorstand des Kultiv e.V. in Hanau und zum anderen der Kopf hinter dem Kulturnetz Hanau. Als Webadmin und neuer Projektleiter des Projektes Kulturnetz Hanau, lässt er seine Erfahrungen aus der Technik und Coaching in das Projekt einfließen. Mehr über NLP Coach Timo Kaufhold findet ihr unter: www.timo-kaufhold.de