Studierende der TU Darmstadt stellen im Rathaus ihre Ideen für die Entwicklung der Pioneer-Kaserne aus

NEUE IDEEN FÜR DAS „MEISTERSTÜCK DER KONVERSION“

Studierende der stellen im Rathaus ihre Ideen für die Entwicklung der Pioneer-Kaserne aus

Ausstellung Pioneer-Kaserne A

Wie soll das neue Wohngebiet auf der Pioneer-Kaserne aussehen? Mit dieser Fragestellung haben sich nicht nur die der Planungsbüros AS+P Albert Speer & Partner, BB22 und Planquadrat, die im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung im Sommer unterschiedliche Nutzungskonzepte erstellt haben. Auch 21 Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt haben sich Gedanken darüber gemacht, wie das rund 50 Hektar große Areal einmal genutzt werden könnte. Herausgekommen sind sieben Modelle und Pläne, die bis zum 6. Oktober im im Rathaus zu sehen sind.

„Sie haben fantastische Arbeit geleistet. Ihre Ideen machen Appetit auf die künftige Nutzung der Pioneer-Kaserne“, lobte Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Studierenden bei der Ausstellungseröffnung und versprach: „Ihre Ansätze und Anregungen werden in die weitere Diskussion einfließen. Und ich bin mir sicher, dass sie diese auch bereichern werden.“

Ausstellung Pioneer-Kaserne C

Von der Anordnung der Gebäude in Form eines Amphitheaters, über die Schaffung eines weitgehend autofreien Viertels bis hin zur Neuinterpretation einer grünen Gartenstadt – die Ansätze der 21 Studierenden sind vielfältig und innovativ. In sieben Gruppen hatten sie sich im zurückliegenden Sommersemester in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und der BAUprojekt Hanau GmbH mit der Zukunft der größten ehemaligen Kaserne in Hanau beschäftigt. Ihre Konzepte mündeten in Abschlussarbeiten, die auf mehreren Stellwänden und in verschiedenen Modellen im Rathaus jetzt auch der Öffentlichkeit gezeigt werden.

„Die Qualität der Entwürfe ist außergewöhnlich hoch“, lobte Professor Dr.-Ing. Jörg Dettmar von der TU Darmstadt die Arbeit seiner Schützlinge. Er räumte gleichwohl ein, dass die Frage der Wirtschaftlichkeit bei der Konzeption eine eher nachrangige Rolle gespielt habe. Das sei natürlich ein gravierender Unterschied gegenüber jenen Planungen, die von den beauftragten Architekten vorgelegt wurden, merkte auch der Oberbürgermeister an. Das Potenzial des Pioneer-Areals nannte Dettmar „bundesweit einmalig. Die Fläche bietet große Möglichkeiten. Und das neue Quartier wird Hanau ganz sicher nochmal einen ordentlichen Schub geben.“

Ausstellung Pioneer-Kaserne B

Diese Auffassung deckt sich mit den städtischen Hoffnungen. nannte die Entwicklung der Pioneer-Kaserne das „Meisterstück für das Jahrhundertprojekt Konversion in Hanau“. Mit der | BIG Gruppe, mit der die städtische BAUprojekt zur Entwicklung des Areals die gegründet hat, habe man einen Partner an seiner Seite, der über langjährige Erfahrung mit Projekten dieser Größenordnung verfüge und die städtischen Interessen absolut berücksichtige. „Deshalb sind wir äußerst zuversichtlich, dass wir nicht nur eine hohe Qualität bei der Entwicklung des Areals erreichen werden, sondern auch ein hohes Tempo bei der Realisierung“, so Kaminsky, der einen Zeitrahmen von vier bis fünf Jahren nannte.

Dr. Marc Weinstock, gemeinsam mit Martin Bieberle Geschäftsführer der LEG Hessen-Hanau, bewertete die studentischen Ideen als Bereicherung für die laufende Diskussion. „Der Austausch mit der Wissenschaft und die Bereitschaft zum Querdenken sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmenskultur“, erklärte der Geschäftsführende Gesellschafter der . „Sich frei von wirtschaftlichen Zwängen Gedanken über die Entwicklung des Geländes machen zu können, wie es die Studierenden getan haben, bringt natürlich noch einmal ganz andere Ansätze“, so Weinstock.

Bis Ende diesen Jahres sollen die von der LEG Hessen-Hanau mit der Planung des Areals beauftragten Architekten von AS+P ein Nutzungskonzept für das Areal erstellen, auf dessen Grundlage Anfang 2018 der Bebauungsplan erstellt werden soll. Dafür werden die Ende Juli vorgestellten ersten Pläne des renommierten Büros derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt und der LEG Hessen-Hanau überarbeitet. In diesen Prozess sollen auch Ideen der Studierenden der TU Darmstadt einfließen.

Die Ansätze sollen aber auch künftige Planungen bereichern, die über das Pioneer-Gelände hinausgehen. Die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt ist Bestandteil des Projekts „Klima-Pionier-Quartier“, mit dem die Stadt Hanau in des Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen worden ist. Das dort hinterlegte, rund 200 Hektar große Fördergebiet umfasst nicht nur die Pioneer-Kaserne, sondern auch Teile der Bulau, oder das -Areal. Auch für die Entwicklungen in diesen Gebieten könnten die studentischen Entwürfe neue Denkanstöße liefern.

Die Ausstellung mit den Modellen und Plänen der Studierenden ist bis zum 6. Oktober zu den regulären Öffnungszeiten des Stadtladens (montags von 8.30 bis 14 Uhr, dienstags von 8.30 bis 18 Uhr, mittwochs von 7 bis 19 Uhr, donnerstags und freitags von 8.30 bis 15 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr) zugänglich. Einen erläuternden Katalog gibt es zum Preis von zwei Euro im Stadtladen zu erwerben.

Ausstellung Pioneer-Kaserne D

HINTERGRUND:

Die Pioneer-Kaserne ist die größte der ehemals von den US-Streitkräften genutzten Kasernen in Hanau. Das Areal ist rund 50 Hektar groß. Erbaut wurde die Kaserne bereits Ende der 30er Jahre von der deutschen Wehrmacht – in der Fächerform, die heute das Markenzeichen der Kaserne ist. Als größtes Projekt der Konversion in Hanau, in deren Rahmen insgesamt mehr als 300 Hektar ehemalige militärische Fläche entwickelt werden, ist auf dem Pioneer-Areal ein großzügiges Wohnquartier geplant. Im Laufe der nächsten Jahre soll dort ein neues Viertel für bis zu 5000 Menschen entstehen.

Zur Umsetzung dieses Projekts ist die LEG Hessen-Hanau GmbH gegründet worden. An dieser Gesellschaft sind die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG und die LEG Entwicklung GmbH sowie die städtische Bauprojekt Hanau GmbH beteiligt. Das städtebauliche Konzept für das neue Quartier erstellt das AS+P Albert Speer + Partner, das sich im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung durchgesetzt hat.

Quelle: Stadt Hanau

About Timo Kaufhold

NLP Coach Timo Kaufhold aus Hanau, ist zum einen erster Vorstand des Kultiv e.V. in Hanau und zum anderen der Kopf hinter dem Kulturnetz Hanau. Als Webadmin und neuer Projektleiter des Projektes Kulturnetz Hanau, lässt er seine Erfahrungen aus der Technik und Coaching in das Projekt einfließen. Mehr über NLP Coach Timo Kaufhold findet ihr unter: www.timo-kaufhold.de